Connected Urban Twins: Mit Digitalen Zwillingen die Zukunft der Städte gestalten
Hamburg, Leipzig und München sind im Rahmen des Kooperationsprojektes „Connected Urban Twins“ (CUT) von 2021 bis 2025 gemeinsam den Weg zur Stadtentwicklung der Zukunft gegangen. Während der fünfjährigen Projektlaufzeit haben die Städte die Entwicklung Urbaner Digitaler Zwillinge maßgeblich vorangetrieben.
Wie können wir neuen Wohnraum schaffen oder Verkehrswege optimieren? Wo planen wir Stadtgrün und Orte zur Erholung? Ganz unterschiedliche Fragestellungen können mit Urbanen Digitalen Zwillingen bearbeitet werden. Sie bündeln vielfältige städtische Daten zu realitätsnahen, digitalen Abbildern von Städten. Diese dienen nicht nur der Visualisierung, sondern ermöglichen auch die Simulation von Was-Wäre-Wenn-Szenarien. Wenn ausreichend Daten zur Verfügung stehen, können Planerinnen und Planer mit Digitalen Zwillingen für Städte und Kommunen zum Beispiel simulieren, wie ein Stadtteil sich unter der Berücksichtigung von vielen verschiedenen Faktoren, wie der Bebauung, Bevölkerungszahlen oder Verkehr entwickelt.
Städteübergreifender Wissenstransfer
Hamburg machte sich im Januar 2021 mit dem Projekt „Connected Urban Twins“ (CUT) auf den Weg gemacht, gemeinsam mit Leipzig und München in einem rund 70-köpfigen Team bestehende Technologien in den eigenen Städten weiterzuentwickeln. Die städteübergreifende Partnerschaft, die die drei Städte mit dem CUT-Projekt eingingen, war in Deutschland einzigartig. Der intensive städteübergreifende Wissenstransfer bot eine große Chance, die den Modellcharakter von CUT kennzeichnete: Im CUT-Projekt entstanden Lösungen, die die städtische Perspektive verließen und so auch anderen Städte und Kommunen in Deutschland neue Wege aufzeigten.
Urbane Digitale Zwillinge revolutionieren die Art und Weise, wie Städte ihre Lebensräume planen, optimieren und auf die Bedürfnisse von Bürgerinnen und Bürgern eingehen – sie sind der Schlüssel zur zukunftsfähigen Stadt. In den CUT-Partnerstädten Hamburg, Leipzig und München werden Urbane Digitale Zwillinge als Werkzeuge zu unterschiedlichen Fragstellungen der Integrierten Stadtentwicklung eingesetzt. Dabei entwickelte das CUT-Projektteam Urbane Digitale Zwillinge nicht nur als moderne Werkzeuge für Planerinnen und Planer: Indem komplexe städtische Zusammenhänge mit Digitalen Zwillingen einfach visualisiert werden können, werden diese auch für Nicht-Fachleute nachvollziehbar.
Der aktive Wissenstransfer innerhalb des Projektes und über seine Grenzen hinaus in andere Städte und Kommunen war ein wesentliches Projektziel von Connected Urban Twins. Um ein gemeinsames Verständnis Urbaner Digitaler Zwillinge zu etablieren und die städteübergreifende Kooperation bei ihrer Entwicklung zu fördern, hat das CUT-Projekt gemeinsam mit über 40 weiteren Expertinnen und Experten aus Kommunen, Verbänden, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über zwei Jahre hinweg einen Standard für Urbane Digitale Zwillinge erarbeitet. Die im Oktober 2024 veröffentlichte DIN SPEC 91607 „Digitale Zwillinge für Städte und Kommunen“ bildet einen wichtigen Meilenstein für die Standardisierung Digitaler Zwillinge in Deutschland. Städte und Kommunen erhalten mit der Spezifikation (SPEC) eine umfassende Grundlage, um Digitale Zwillinge effektiv zu implementieren und dabei auf bestehende Standards und Best Practices zurückzugreifen.
Es geht weiter: Der Digitale Zwilling Hamburg
Mit dem Digitalen Zwilling Hamburg schafft Hamburg einen Rahmen, um Urbane Digitale Zwillinge gesamtstädtisch weiterzuentwickeln und zu vernetzen – datenbasiert, transparent und über Fachgrenzen hinweg.
Kontakt
Zur allgemeinen Kontaktaufnahme oder bei Medienanfragen zum CUT-Projekt senden Sie bitte eine E-Mail an digitalerzwilling@sk.hamburg.de