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Stand: 07.09.2022, 09:13

MODUL-F

Täglich werden Anträge von Bürgerinnen und Bürgern bearbeitet. Dabei gibt es noch nicht für alle Anträge ein digitalisiertes System für die verwaltungsinterne Abwicklung. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Bearbeitungsfall nur wenige Schritte erfordert und nicht genügend Anträge reinkommen. Hier ein Fachverfahren einzukaufen oder zu entwickeln, wäre für den Fachbereich nicht wirtschaftlich.

MODUL-F – Fachverfahren einfach erstellt. Von Verwaltung für Verwaltung.

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Genau da setzt MODUL-F (Modulare Lösung für Fachverfahren) an. Gemeint ist damit eine Plattform, mit der Fachverfahren schneller und einfacher entwickelt werden können. Dafür werden vorentwickelte Funktionalitäten bereitgestellt, mit denen eine Anwendung zusammengestellt werden kann. Dieses Prinzip nennt sich Low-Code-Entwicklung. Mit MODUL-F wird eine Low-Code-Entwicklungsplattform bereitgestellt, die auf Verwaltung spezialisiert ist.

Die Umsetzung zusammen mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) konzentriert sich zunächst auf die Bereitstellung von drei Piloten für Bundesbehörden und die FHH. Damit werden im ersten Schritt die wichtigsten Funktionsweisen der Plattform erstellt und an realen Beispielen getestet.

Die Zusammenarbeit mit dem BMI zeigt, dass Hamburg mit dem Projekt MODUL-F ein Thema aufgegriffen hat, das für die gesamte deutsche Verwaltung relevant ist, und zwar: die rasche Digitalisierung der Binnenverwaltung für eine medienbruchfreie Verarbeitung von Online-Anträgen bis hin zur Online-Akte. Das gilt sowohl für Hamburgs Onlinedienste als auch die von anderen Bundesländern bereitgestellten Online-Dienste, die nach dem EfA-Nachnutzungsprinzip (EfA = Einer für Alle) entstehen.

Umgesetzt wird das Projekt durch das Amt für IT und Digitalisierung der Senatskanzlei Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI). Das Projekt wird durch das BMI aus Konjunkturmitteln finanziert.

Das Infrastrukturprojekt MODUL-F wurde beim eGovernment-Wettbewerb 2022 mit dem 1. Platz in der Kategorie „Bestes Kooperationsprojekt 2022“ ausgezeichnet.

Jan Pörksen, Staatsrat und Chef der Senatskanzlei Hamburg: „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. In Kooperation mit unseren Partnern haben wir Softwaremodule entwickelt, die sich für viele verschiedene Fachverfahren anwenden lassen und einfach angepasst werden können. MODUL-F zeigt, dass nicht jeder eigene Lösungen entwickeln muss. Mit solchen Ansätzen entstehen wirtschaftliche und gut funktionierende Anwendungen für eine leistungsfähige Verwaltung.“