Sie lesen den Originaltext

Ich wünsche eine Übersetzung in:
Stand: 23.06.2022, 12:13

Das E-Rezept für Hamburg

Was ist das E-Rezept und wer soll es nutzen? Das E-Rezept soll die bisherigen Prozesse durch eine sichere digitale Kommunikation ersetzen. Es ist gesetzlich für alle Verordnungen von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln vorgeschrieben. Es wird sowohl digital erstellt, als auch unterschrieben und eingelöst. Auf Wunsch der Versicherten kann jedoch weiterhin der Papierausdruck genutzt werden.

Bereits jetzt sind viele Apotheken „E-Rezept ready“. Das bedeutet, dass dieses dort eingelöst und abgerechnet werden kann. Doch auch die Arztpraxen und Krankenhäuser, die das E-Rezept ausstellen, müssen dazu erst technisch befähigt werden. Der technische Prozess läuft dabei über die Telematikinfrastruktur. Diese vernetzt das Gesundheitswesen im Sinne einer „digitalen Autobahn“.Das passiert kontinuierlich. Zuständig für die Spezifizierung der Technik ist die Gesellschaft für Telematik (gematik). In der Einführungsphase wird das E-Rezept als Papierausdruck dem „klassischen Papierrezept“ noch sehr ähnlich sein. Neu ist darauf jedoch ein QR-Code, der in der Apotheke eingescannt und das Rezept somit gelesen wird. Mittelfristig soll der Standardweg über eine App ablaufen. Dazu hat die gematik die E-Rezept App gebaut – diese gibt es kostenlos in allen App-Stores.

Wie sie funktioniert, erklärt die gematik in diesem Video:

E-Rezept

Hilfe gibt es unter der technischen Hotline: 0800 277 377 7

An welchen Apotheken kann das E-Rezept bereits eingelöst werden? Nutzen Sie zum Finden der passenden Apotheke gerne die Apothekensuche der gematik.


Informationen für Gesundheitseinrichtungen

An der aktuellen Test-Phase können alle Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Krankenhäuser und Apotheken, die an der Telematikinfrastruktur angeschlossen sind und die notwendigen Softwarekomponenten installiert haben, teilnehmen. Die gematik empfiehlt sogar, an der Testphase teilzunehmen, um auf das E-Rezept vorbereitet zu sein. Eine Anmeldung zur Testphase ist dabei nicht erforderlich. Ob Ihr Softwareanbieter das E-Rezept bereits unterstützt, kann hier nachgeschlagen werden.

Weitere Materialien und Checklisten zur Testphase sowie die FAQ finden Sie hier im Downloadcenter der gematik.

Zusätzlich können sich die Mitarbeitenden von Gesundheitseinrichtungen auf den Homepages ihrer jeweiligen berufsständischen Vertretungen detailliert informieren.


Wie geht es weiter?

Ehemals sollte die elektronische Verordnung zum Jahresbeginn 2022 bundesweit verpflichtend eingeführt werden. Kurz vor Jahresende wurde die Frist durch das Bundesgesundheitsministerium dann kurzfristig aufgelöst. Doch aufgeschoben ist auch hier nicht aufgehoben. Zwar wurde keine neue gesetzliche Frist verankert, dennoch wird weiterhin mit allen Kräften am E-Rezept gearbeitet und die Testphase verlängert. Ziel aller beteiligten Akteure ist es, möglichst alle Kinderkrankheiten in der Testphase zu erkennen und auszuräumen, damit die anschließende flächendeckende Nutzung gelingen kann. Laut Plan der gematik sollen ab September 2022 die Apotheken in ganz Deutschland das E-Rezept annehmen. Der erste flächendeckende Roll-Out für Praxen und Krankenhäuser soll dann zunächst in Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe vorgenommen und anschließend auch verpflichtend werden. In weiteren Schritten folgen dann sukzessive die weiteren sechs und 2023 die letzten acht Bundesländer.